Parkett und Fußbodenheizung

Parkett und Fußbodenheizung

Parkett ist grundsätzlich für die Verlegung auf Fußbodenheizung geeignet. Einige wichtige Dinge sollten aber immer beachtet werden.

Der gebräuchliche Heizungstyp ist die sogenannte Warmwasser Fußbodenheizung. Dieser Typ hat sich bereits über viele Jahre bewährt und ist sehr gut für Parkettböden geeignet.

Auf keinen Fall sollten Sie Parkett auf eine Elektro-Fußbodenheizung verlegen. Bei solchen Heizungen ist ein gleichmäßiges Auf- bzw. Abheizen nicht möglich. Die Temperatur-schwankungen sind somit in der Intensität als auch in der Geschwindigkeit zu hoch. Diese extremen Schwankungen könnten zu irreparablen Schäden des Parkettbodens führen.

Auf Grund der hygroskopischen Eigenschaften von Holz  sind die raumklimatischen Bedingungen von entscheidender Bedeutung für die Werterhaltung des Parkettbodens. Auf die Einhaltung eines gesunden Raumklimas ist daher ein besonderes Augenmerk zu legen. Es sollte stets eine relative Luftfeuchtigkeit von 55 bis 60 % und eine Raumtemperatur von ca. 20° C herrschen.

Die Temperatur des Parkettbodens soll an der Unter- und Oberseite 26-27°C nicht überschreiten. Dieser Temperaturbereich stellt auch die Obergrenze der Behaglichkeit für den Menschen dar. Ab 28°C entsteht ein ständiges Aufwirbeln von Staubpartikeln (physikalische Staubauslösetemperatur).

Bei einer laufenden Fußbodenheizung ist es mit konventionellen Mitteln leider nicht möglich eine relative Luftfeuchtigkeit von 55 – bis 60 % einzuhalten. Es muss daher ein, auf das Raumvolumen abgestimmtes, Luftbefeuchtungsgerät eingesetzt werden.

Wird über einen gewissen Zeitraum eine relative Luftfeuchtigkeit von 45 % unterschritten und eine Temperatur des Holzes von 27°C überschritten, so wird dies beim Parkettboden zu dauerhaften Schäden führen.

Wir empfehlen Ihnen Luftfeuchtigkeit mittels eines Hygrometers ständig zu überprüfen!

Mit wenigen Ausnahmen sind die meisten Parkettarten für die Verlegung auf Fußbodenheizung gut bis sehr gut geeignet. Innerhalb der einzelnen Arten sollten Ausführungen mit geringer Breite bevorzugt werden. In Bezug auf die Holzart eignen sich z.B. Eiche und die meist dunklen Exotenhölzer besonders gut für die Fußbodenheizung. Buche und kanad. Ahorn sollte man z.B. als völlig ungeeignet einstufen. Diese beiden Holzarten verfügen über ein viel zu großes Quell- und Schwundmaß“.

Die Verlegung von Parkett auf Fußbodenheizung sollte immer wenn möglich vollflächig verklebt erfolgen. Bei der Auswahl des Klebstoffs muss dessen Eignung hierfür berücksichtigt werden (z.B. Stauf SPU 460). Für den Unterboden gelten alle Anforderungen eines ungeheizten Estrichs auch bei einem beheizten Estrich. Zusätzlich ist jedoch der Estrich unmittelbar vor der Verlegung nach einem bestimmten Schema aufzuheizen. Dies muß in schriftlicher Form festgehalten werden. (Aufheizprotokoll des Zentralverbandes für Parkett).

Wenn Sie diese Punkte berücksichtigen, werden Sie auch bei einer Fußbodenheizung lange Zeit große Freude an Ihrem Parkett und Fußbodenheizung haben.

 

 

Parkett – wertbeständig und zeitlos elegant

Holzfußböden haben eine lange und bewährte Tradition. Kulturdenkmäler wie Schlösser und Klöster in aller Welt sind eindrucksvolle Zeugen für den zeitlosen Flair und die überragende Langlebigkeit von Parkettfußböden.
Der große Repräsentationswert eines Parkettfußbodens resultiert aus dem Naturwerkstoff Holz, welcher jedem Raum neben einer natürlichen Note auch dem Hauch des Besonderen verleiht. Unabhängig davon, ob man modernes Möbeldesign, antikes Mobilar, Bäuerliches oder Modernes bevorzugt: Parkettböden ordnen sich, trotz ihrer dominierenden Fläche, immer optisch unter und wirken niemals aufdringlich. Parkett ist immer eine langfristige Investition, die den Komfort jeder Wohnung und den Wert jeder Immobilie erhöht.

Nachfolgend 2 schöne Beispiele, wie Parkettboden Räume optisch bereichert:

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Geschichte des Parketts

Geschichte des Parketts

Der Holzfußboden ist mehr als 3000 Jahre alt, wie Ausgrabungen aus der Zeit König Salomons beweisen. Im 16. Jahrhundert wurden bereits verschiedenfarbige Hölzer zu Mustern für Fußböden zusammengesetzt. Seit dem 17. Jahrhundert ist Parkett als wichtigstes Teil der Raumgestaltung repräsentativer Räume bekannt. Diese waren auch ein besonderer Ausdruck verfeinerter Lebensform der oberen Gesellschaftsschicht. Deshalb findet man die ersten Parkettfußböden auch nur in Schlössern. Im Verlauf der Geschichte und der verschiedenen Stilepochen von der Gotik bis zum Jugendstil entwickelte sich das Parkettlegerhandwerk bis zur Beherrschung aller handwerklichen, technischen und künstlerischen Fähigkeiten.

Durch die künstlerische Gestaltungsmöglichkeit eines Parkettfußbodens wurde diese Fußbodenart immer bekannter und begehrter, wenn auch für die breite Bevölkerungs-schicht noch zu teuer.

Erst die maschinelle Herstellung von Parkett in Fabriken und die Vereinfachung des Verlegeverfahrens führte zu dem großen Anteil am Fußbodenmarkt. Daran hat auch die Entwicklung von abriebfesten und pflegeleichten Oberflächenmaterialien wesentlichen Anteil.

(Quelle: Lehrbuch Parkett, Beuth Verlag)